Rückfahrt: La Redorte

Nachdem wir gestern in Trébes angekommen sind, sind wir heute wieder an einem vertrauten Ort: La Redorte. Wieder vorbei an langen Platanenalleen, von denen wieder viele gerodet werden mussten, weil der Platanenpilz sich sonst noch mehr ausbreitet.

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Als Hausbootfahrer hilft man sich in der Regel, egal, ob es dabei um Salz geht, oder beim Schleusen (eigentlich ist es ja auch campen). Leider gibt es dennoch immer wieder Leute, die das Prinzip nicht verstanden haben, oder einfach ihr riesen Ego nicht abstellen können. Meist fahren diese Personen auch die größten Schiffe und nerven dann alle mit ihren nicht vorhandenen Fahrkünsten… So auch heute und wir sind froh, dass wir nicht von einen dieser Idioten gerammt worden sind, sowas kann auch böse ausgehen!

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Morgen geht es dann wieder nach Argens, von wo wir dann am Samstag die Heimreise starten, mit Umweg über Lyon.

Sorbet

Unsere Sorbet verfügt über 2 Schlafzimmer, von der eins ein Durchgangszimmer ist, das abgetrennte Schlafzimmer hat ein Waschbecken. Davor ist die Nasszelle, die durch den 400l Tank gespeist wird. Dumpen muss man nicht, Frankreich ist hinsichtlich der Abwasserproblematik noch nicht so weit wie andere Länder. Warmwasser kommt einfach aus der Leitung, irgendwo muss ein Durchlauferhitzer sein.

Die Brücke hat Platz für den Kapitän und verfügt über ein Schiebedach, alle anderen Crewmitglieder können es sich entweder auf dem Dach der Schlafräume, oder in der Sitzecke in der Küche gemütlich machen. Es ist wie ein Wohnmobil auf dem Wasser.

Rein theoretisch könnten 7 Personen mitfahren, bequem ist es aber nur für 5. Die Küche verfügt über Kühlschrank mit Gefrierfach (mit Akku für 12 Stunden), 3-Platten Gasherd inkl. Ofen und Spülbecken. Es mangelt an nichts und wir sind froh, nicht mit anderen Charterunternehmen zu fahren, die alle nur riesige Boote anbieten. Das Penichette ist definitiv die beste Lösung für Fahrten als Amateur.

Fahren darf man, bis es dunkel wird, grundsätzlich sind aber auch Scheinwerfer und Positionslichter an Board.

La Cité de Carcassonne

Mit etwas Verspätung starteten wir in den Tag. Irgendwie hatten alle verschlafen.

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Nach 25 Minuten Fußweg – man hätte auch mit der Tschu Tschu hoch fahren können – kamen wir in La Cité an, dem eigentlichen Highlight von Carcassonne. Die Ursprünge gehen auf das 12. Jahrhundert zurück, 700 Jahre später wurde es aufwendig restauriert. Die Altstadt besteht aus vielen kleinen und niedlichen Geschäften, die Süßigkeiten, handgefertigtes oder Souvenirs anbieten. Unser Reiseführer hat uns bereits gewarnt, dass es voll werden würde, es war auch viel Begängnis, aber man schaffte es dennoch einige völlig verlassene Straßen zu finden.

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Am Nachmittag wurde die Heimreise angetreten, zurück nach Trébes, wo wir sehr leckere Muscheln und Hamburger gegessen haben und auch übernachten werden. Ich glaube in Frankreich findet sich kein schlechtes Restaurant oder ein schlechter Bäcker, zumindest wir haben bisher immer exzellente Küche erlebt. Isst man um die Mittagszeit, ist es auch nicht teuer.

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So viel gespielt wie in diesem Urlaub habe ich noch nie! Das liegt allerdings auch an den vielen neuen Spielen (u. a. Spiel des Jahres von 2013, Hanabi).

Carcassonne

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In der Nacht hat es etwas geregnet, nicht schlimm, aber wir konnten das Abendbrot nicht draußen essen. Trotzdem ist es bei 24 Grad immer noch angenehm warm. Nun ist zumindest das Schleusen nicht mehr ganz so anstrengend.

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Heute sind wir nur etwas mehr als eine Stunde nach Carcassonne gefahren. 3 Schleusen lagen auf dem Weg, 2 einfache, eine verstufige, die wir alle mit Bravour meisterten.

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Dort angekommen, schauten wir uns diese tolle Stadt an, sie hat etwas vom typischen Frankreich, enge Gassen, viele Geschäfte und tolle alte Häuser. Wir haben beschlossen, erst morgen die Bastille zu erkunden, da man sich allein dort einen ganzen Tag aufhalten kann. Das heißt also: früh aufstehen.

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Heute abend spielen wir Carcassonne in Carcassonne – eine der Dinge, die man unbedingt gemacht haben muss. Gerade kommen wir von einem kleinen nächtlichen Spaziergang zurück, wo wir viele tolle Bilder machen konnten. Toll.

Trébes

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Heute war ein ruhiger, aber anstrengender Tag. Es gab viele mehrstufige Schleusen, viel Grün und einen weit entfernten Supermarkt.

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An einer Schleuse gab es sogar Figuren, die der Schleusenwärter aus Altmetall und Holz herstellt. Alles sehr liebevoll.

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In Trébes angekommen, füllten wir unser Wasser auf und machten uns auf den Weg in den Supermarkt. Immer weiter hinaus aus der Stadt wurden wir von den Einheimischen geführt. Kurzum: wir sind völlig fertig vom Einkauf zum Boot tragen und beenden heute unsere Fahrt mit einem Stopp vor der Schleuse, die uns unter anderem dann morgen nach Carcassonne bringt, bis dahin sind es dann nochmal etwas mehr als eine Stunde Fahrt.

La Redorte

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Heute war der erste Tag Hausboot. Nach ca. 5 Minuten Fahrt kam die erste Schleuse. Das hieß vor allem erstmal: warten! Denn über 9 Boote standen bereits dort, 3 passen mit auf einmal durch.

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Wir haben uns, wie wir fanden sehr gut angestellt, und keine größeren Fehler gemacht und waren bereits nach 3 weiteren Schleusen ein eingespieltes Team.

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Weiter entlang ging es an Homps, danach noch eine Schleuse und dann endlich: Baden – aber nicht im Kanal, da alle Abwässer des Bootes direkt hineingeleitet werden. Wir fanden auf der Karte einen kleinen See, wo wir dann auch hingegangen sind. Es war zwar nicht wirklich einfach hineinzulaufen, dafür aber eine willkommene Abkühlung bei 30 Grad im Schatten.

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Angelegt haben wir heute in La Redorte,  wo wir direkt vor unseren bereits lieb gewonnen „Schleusenfreunden“.

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Argens

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Früh startete der Tag in Grenoble, wo wir ein paar wenige Stunden geschlafen hatten, mit einem Frühstück an der Tankstelle (selbst das ist besser, als in Deutschland). Der Stau hielt sich in Grenzen und so konnten wir trotz alledem gegen 17:00 Uhr in Argens ankommen, und unser Boot („Sorbet“) entgegennehmen.

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Vorher legten wir aber noch einen kurzen Stopp in Nîmes ein, einer wunderbar alten französischen Stadt, die für Ihr Amphitheater bekannt ist. Dort ließen wir uns die gute französische Küche genießen. Salat (mit gegrilltem Gemüse), Steak mit sagenhaften Pommes und 2 Kugeln leckerstes Eis für 16€ sind selbst für unsere Preisverhältnisse sehr günstig…

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Nach 1,5 h weiterer Fahrt waren wir dann endlich in Argens angekommen. Schnell noch bei Aldi eingekauft und schon sind wir versorgt für die nächsten Tage Hausboot. Morgen legen wir dann richtig ab, vorbei an Homps. Tagesziel: mal sehen. Vom Hausboot sind wir schwer begeistert: Es ist genau so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Mehr dazu aber morgen, sonst wird es wieder nix mit dem Schlaf.