Fahrt

Pünktlich um 06:00 Uhr morgens klingelte der Wecker in Leipzig. Es ist ein grauer Tag, 12 Grad, Wahrscheinlichkeit auf Regen: 90%.
Um 08:15 startete dann „Meinfernbus“ nach München. Die Fahrt war verregnet, dauerte dank eines Staus in Nürnberg eine halbe Stunde länger, war aber ansonsten sehr angenehm, so gibt es kostenfreie Filme zum streamen an Bord.

In München traf ich mich dann mit Sasa, Ayleen und Matthias. Zusammen ging es dann weiter über Österreich, Schweiz nach Grenoble. Das Wetter war in München mit 20 Grad schonmal deutlich besser, das sollte sich auf der Fahrt jedoch wieder schnell ändern.

Die Zeit verging sehr zäh, in der Schweiz kam dann auch wieder Stau hinzu, der von „Hanna“ aber intelligent umfahren wurde – einfach abfahren, wieder rauffahren und schon hat man 1 km Stau eingespart.

Sonst gibt es nichts erwähnenswertes, es ist ja noch nicht viel passiert. Nun sind wir alle Müde und werden einfach im Hotel aufs Bett fallen und sofort schlafen.

Morgen erwartet uns dann eine weitere, vermutlich staureiche Fahrt. Das Wochenende um den 15.08. wird von den Franzosen gern für Ausflüge im eigenen Land genutzt. Unsere Vermieter haben uns davor bereits gewarnt, und warten zur Not mit einem bereits vorbereiteten Boot.

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Canal du Midi

Kanal, Quelle: Wikipedia

Der „Canal du Midi“ ist einer der schönsten Kanäle Frankreichs. Jährlich begeistert er tausende Hausbooturlauber, Radfahrer und Wanderer durch sein von Platanenbäumen beschattetes Wasser. Unser Weg wird uns von Argens-Minervois (in der Nähe von Homps) über Trébes nach Carcassonne führen, eine alte Stadt mit mittelalterlichen Kern, danach fahren wir wieder zurück nach Argens.

Canal du Midi, Quelle: http://www.wikipedia.org

Fahren werden wir in einem Penichette (R) von der Firma Locaboat. Es bietet Platz für bis zu 5 Passagiere, es sollte also zu viert bequem sein. Voll ausgestattet mit Küche, Bad und 2 Schlafzimmern, fehlt kein Komfort.

Einen (zwar etwas altbackenen) Dokumentarfilm kann ich auch noch empfehlen:
Dokumentarfilm

Noch ein paar Stunden, dann geht es los. Über München, nach Grenoble, dann, nach einer Zwischenübernachtung, nach Argens. Vorfreude.

 

 

 

Rückfahrt

Nach einer ruhigen Nacht, in der wir aber dennoch von einem heftigen Gewitter überrascht wurden, war heute eher Entspannung angesagt. Erstens musste ich ja zum Zug und zweitens war es heute drückend heiß. Jetzt sitze ich hier im Zug und trauere etwas dem herrlichen Wetter nach. Die nächsten Wochen werden von Prüfungen und Lernen geprägt sein, sodass es wenig Raum geben wird, die Eindrücke zu verarbeiten. Das kommt dann hoffentlich irgendwann noch. In einem Monat steht Frankreich an. Auch darauf bin ich gespannt.

Burano, Giardini

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Burano

Heute war mit Abstand einer der schönsten Tage! Zuerst konnten wir richtig durchschlafen, was am positivsten ist. Einfach herrlich, die Fenster einfach zu lassen zu können, und keinen Lärm von Booten oder Mücken ertragen zu müssen.

Gegen 13 Uhr ging es nach Giardini, herrlichen öffentlichen Parks, die zum Picknick einluden. Genau das taten wir dann auch und waren von der total tollen anderen Seite von Venedig begeistert. Schattig, nicht trublig, toll!

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Der zweite Teil des Tages war der bunten Insel Burano gewidmet. Eine sehr lange Fahrt brachte uns von Giardini rundherum durch Venedig, danach noch einmal 40 Minuten über Murano, Marrazzo bis Burano. Dort angekommen fanden wir eine sehr schöne und sehr bunte Stadt vor, die unseren Speicher sofort um einige hundert Bilder voller machte. Einen kleinen Eindruck, habe ich hier eingestellt.

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Abends ging es dann noch koscher essen, Sehr lecker, für mich gab es Lachs mit Cous Cous. Meinen letzten Abend ließen wir dann noch mit Fragolino ausklingen. Morgen geht es dann wieder zurück über Verona nach Leipzig.

Militärbusfahrt

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Diese Nacht war auch nicht viel besser als die letzte, da wir wieder von lauten Motorengeräuschen geweckt wurden. Heute sollte es aber besser werden, wir versuchen es nämlich mal mit Klimaanlage.

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Heute ging es nach Lido, der einzigen Insel, die einen richtigen und zugegebenermaßen hässlichen Strand hat. Die Fahrt dahin war etwas abenteuerlich: Kein Bus war ausgeschildert und als wir ankamen, standen wir mitten auf einem als Militägelände gekennzeichneten Gebiet.  Wie sich später heraus stellte, fährt jeder zweite Bus ab einer bestimmten Haltestelle in eine andere Richtung. Vermerkt ist das aber nur im Fahrplan –  sehr touristenunfreundlich umgesetzt.

Trotzdem haben wir nach einer Stunde den Strand dank der Hilfe unseres Busfahrers gefunden und das Bad genossen. Der Strand an sich ist weniger schön, das ganze Gebiet von Müll gesäumt, mir gefiel es nicht. Aber bei 30°C im Schatten ist jede Form der Abkühlung recht.

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Morgen geht es nach Giardini und Burano – der bunten Stadt… Nach 10 Jahren sicher wieder interessant. Es wird bestimmt wieder tolle Bilder geben.

Ankunft.

Nach einer halben Nacht in München geht es nun weiter nach Italien. Natürlich geht sowas nicht problemlos: in Italien wird der Bahnverkehr bestreikt. Ich scheine aber noch Glück gehabt zu haben und komme ohne Probleme nach Venedig.

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Blick aus dem Fenster zur Friedhofsinsel

Dort angekommen wird erstmal die Wohnung begutachtet – Wow. Es kann zwar durchaus nass werden, wenn man die Wohnung betritt, aber das ist einkalkuliert, die Gummistiefel stehen bereits im Flur. Bei einem Pegel von 90 cm über Normal, ist das aber auch eher nicht die Regel, kann aber nach Gewittern oder Sturm durchaus mal passieren.

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St. Markus-Platz bei Nacht mit Wasser

Highlight des Tages war natürlich der Sieg der deutschen Nationalmannschaft beim Public Viewing. Einige Fotos sind auch entstanden und werden hier verlinkt.